Tatra - Die Kraft der Berge!

Tatra, ein Ausblick auf das Fünfseetal
Kein anderer Ort in Polen wird so oft besucht. Kein anderer Ort, der so sehr in der polnischen Seele verwurzelt ist. Kein anderer Ort, über den man so oft schlecht redet und der trotzdem so anziehend ist. Die Tatra und die Stadt Zakopane.

Was zeichnet die polnische Seele aus?

Altäre der Freiheit - Berge, deren nur ein kleiner Teil in Grenzen Polens liegt, gehören zum festen Bestandteil der polnischen Seele. Ein Mekka für Touristen, die sommerliche und winterliche Hauptstadt Polens. Die Tatra verzaubert mit ihren Landschaften und hochragenden Gipfeln, die in den Bergseen gespiegelt werden, mit verborgenen Geheimnissen. In Polen gibt es eine Legende, dass in deren tiefen Höhlen verzauberte Ritter schlafen, die die Unabhängigkeit des Landes verteidigen werden. Hier gibt es die letzten Refugien für die Wildtiere: Bären, Murmeltiere und Gämsen. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist diese Region beinah mythisch berühmt geworden. Hierher pilgerten die Polen aus allen Teilen des durch die Fremdmachten geteilten Landes. Hier konnten sie sich erholen, Tuberkulose kurieren, den ungezwungenen Gipfeln und Felswänden die Stirn bieten, Kunstwerke schaffen, die oft durch Abenteuer in der Hohen Tatra und durch die berühmte Podhale-Kultur inspiriert waren, oder sogar für ein wieder unabhängiges Polen konspirieren. Heute pilgern jedes Jahr 5-6 Millionen Touristen hierher.

 

Schätze der Menschheit

Die Tatra ist ein Weltbiosphärenreservat. Die im Rahmen des Tatra-Nationalparks geschützten Gebiete sind zwar insgesamt nur 212 km2 groß, trotzdem sind hier zahlreiche seltene und aussterbende Tier- und Pflanzenarten heimisch. Hier leben die letzten Braunbären Polens, nur hier sind Murmeltiere und Gämse zu Hause. Hier nisten die Steinadler und die kleinsten und buntesten Vögel polnischer Fauna: die Mauerläufer. Die felsigen Gipfel der Hohen Tatra und die sanften Hügel der Bielskie-Tatra, die Bergseen, von denen der See Morskie Oko (Meeresauge) als eins der Wahrzeichen Polens gilt, die natürliche Vielfalt sind die wahren Schätze dieser Region. Der Nationalpark ist für Besucher sehr gut erschlossen, die attraktivsten Plätze sind auch für behinderte Gäste barrierefrei zugänglich. Es lohnt sich zu wissen, dass der polnische Teil der Tatra zuerst dank des Grafen Władysław Zamoyski unter Schutz gestellt werden konnte, nachdem er einen Teil der in seinem Eigentum liegenden Berggebiete dem polnischen Volk 1924 geschenkt hatte.

Kasprowy Wierch

Der heilige Berg der Polen. Eine Schönheit und ein Biest zugleich. Sehnsüchtig begehrt und gehasst. Berühmt und berüchtigt. Nur 1987 Meter ü.d.M. hoch. Statistisch gesehen, war jeder Pole schon hier. Wer nicht wenigstens ein Mal fünf Stunden in der Warteschlange verbracht hatte, um eine Fahrkarte für die Seilbahn in der Talstation Kuźnice zu kaufen; wer nicht wenigstens ein Mal eine Stunde in der Warteschlange auf dem Gipfel verbracht hatte, um eine Tasse Tee zu kaufen, wer sein Gesicht noch niemals der Tatra-Sonne gezeigt hatte, der weiß nicht, was ein wahres Leben ist. Ein Mal muss man hier gewesen sein, um den Sonnenuntergang hinter den Gipfeln von Czerwone Wierchy zu bewundern.

Mit Lux-Torpeda und Luftballon ins Weltall

Von Krakau nach Zakopane sind es nur 105 km Entfernung, aber Vorsicht, manchmal braucht man 4 bis 5 Stunden, um diese Strecke zu schaffen. So voll kann es sein. Vor nicht allzu ferner Vergangenheit hat man die Strecke von Krakau nach Zakopane mit Fuhrwagen gefahren. Die Reise konnte gut zwei Tage dauern und danach musste man sich eine Woche lang erholen. Erst im ausgehenden 19. Jahrhundert ist eine Eisenbahnlinie gebaut worden. Hier hat der berühmte Schienenbus Lux-Torpeda in den 30erm Jahren verkehrt. 1936 hat diese Maschine die Strecke von Krakau nach Zakopane in 2 Stunden und 18 Minuten geschafft. Dieser Rekord bleibt bis heute ungeschlagen!!! Es lohnt sich zu wissen, dass die ersten Versuche die Grenzen des Universums zu überschreiten, in der polnischen Tatra stattgefunden haben. Im Oktober 1938 ist ein Versuch unternommen worden, einen Stratosphärenballon aus dem Chocholowska-Tal zu starten, der eine Höhe von 30 000 Meter erreichen sollte. Direkt nach dem Start gab es aber eine Katastrophe...

Der Nabel der Welt, also die sommerliche und winterliche Hauptstadt Polens

Es war ein Warschauer Journalist, der im Winter 1913-1914 zum ersten Mal von der „Winterhauptstadt Polens“ geschrieben hatte. Man muss nicht erklären, dass er Zakopane gemeint hat. Später wurde die Stadt auch zur Sommerhauptstadt Polens und schließlich von Rafał Malczewski als Nabel der Welt bezeichnet. Es gab Zeiten, als man den berühmtesten Polen auf den Straßen der Stadt Zakopane begegnen konnte, als hier das Schicksal des gesamten Landes sich entschieden hatte und die Kriegspläne geschmiedet wurden. Denken Sie, das alles gehört der Vergangenheit an? Kommen Sie selbst hierher. Schauen Sie selbst. Ein echter Urlaubsort mit der einzigartigen fast ländlichen Stimmung, in dem Sie einem Serienstar oder Politiker aus der Zeitung über den Weg laufen können. Hunderte von Pubs, Kneipen, Restaurants mit Spezialitäten, von denen die polnischen Kochstars Magda Gessler und Wojciech Amaro nie zu träumen wagen würden. Und diese einzigartige Atmosphäre mit den tummelnden Menschenmassen auf der Flaniermeile Krupówki.

Thermalbäder

Wenn es an etwas in Podhale gefehlt hat, dann sicherlich an solchen Orten. Thermalbäder und Spas mit heißen Quellen, zahlreichen Massagedüsen, künstlichen Wellen garantieren Spaß und gute Laune. Aquapark ZakopanePodhalanskie-Thermen an der Grenze zwischen Szaflary und Biały Dunajec, Bukowina-Thermen  in Bukowina Tatrzańska, Bania-Thermen in Białka. Ob überdacht oder im Freien, mit unterschiedlichen Temperaturen, mit teilweise mineralisierten Wässern aus dem unbelasteten Erdinneren. Glauben Sie, es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um ein thermales Bad zu genießen, als an einem Sommernachmittag, wenn die Sonne bereits untergeht.

 

Das Wetter für den Sommer. #SicherZurückkehren

Das Klima hier ist unverwechselbar, hier spürt man alles intensiver und umfangreicher. Wenn es regnet, dann Tage lang. Wenn es weht, dann reißt der Wind den Menschen mit. Schnee kann auch mitten im Sommer fallen. Der Sommer in der Tatra ist für seine Unbeständigkeit gut bekannt. Aus diesem Grund empfehlen wir vor langen Wanderungen in die Berge die Wettervorhersage genau zu prüfen. Das kann für Ihre Sicherheit entscheidend sein. Die Wettervorhersagen für den nächsten Tag sind meistens sehr zuverlässig. Die Niederschlagsmenge, der Temperaturabfall und die Windstärke können schlechter hervorgesagt werden. Unerwartete Wetterumschläge, insbesondere ein plötzlicher Temperaturabfall und heftige Regenfälle (besonders im Juli und August) sind einigen schon oft zum echten Verhängnis geworden. Hier einige Eckdaten zum Wetter in der Tatra:

  • In der Tatra kann es plötzlich ziemlich kalt werden, die durchschnittliche Temperatur auf dem Gipfel von Kasprowy Wierch beträgt in Juli nur 7,5 Grad Celsius. C. Bei Bergwanderungen Richtung Gipfel fällt die Lufttemperatur um etwa 0,6 Grad Celsius alle 100 Meter ab. Während im Tal Kuźnice (1100 m ü.d.M.) 20 Grad Celsius herrschen, gibt es auf dem Gipfel von Świnica (2301 ü.d.M.) nur 13 Grad. Bei einem Gewitter kann die Temperatur bis auf Null Grad fallen.
  • Schnee im Juli und August ist keine große Überraschung. Das Wetter kann innerhalb von ein paar Stunden gänzlich umschlagen. Es kommt vor, dass der Sommerschnee bis zu einer Woche lang liegt. Im Juni 1962 gab es auf Kasprowy Wierch 2 m dicke Schneedecke.
  • Bei jedem Wetterumschlag kann sich ein dichter Nebel bilden. Das kann blitzschnell passieren und kann gefährlich sein, wenn der Nebel über längere Zeit anhält. Bei Nebel kann man sehr schnell die Orientierung verlieren.
  • Die Tatra ist das Gebiet mit den meisten Stürmen und Gewittern in ganz Polen. Wenn man ihre Gesamtdauer zusammenaddieren würde, dann donnert es hier einen ganzen Monat lang ununterbrochen. Wenn der Himmel dunkel wird, der Wind heftig und schneller, wenn die Luft sich mit Strom auflädt (und die Haare sträubt, Funken zwischen Teilen aus Metall springen), dann ist es an der höchsten Zeit zurückzukehren. Im Sommer 2019 bei einem Gewitter in der Tatra sind 4 Personen gestorben und 150 verletzt worden.

 

Hilfe leisten

Wenn etwas passieren soll...

Der freiwillige Tatra-Rettungsdienst

601 100 300 oder 985

(diese Nummer bitte im Handy speichern)

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