Stary Sącz

Widok na klasztor klarysek.
Eine der ältesten Städte in Polen, erhielt Stadtrechte im 13. Jh. Sie liegt auf der Bernsteinstraße. Stary Sącz wird umgangssprachlich als Bryjowo bezeichnet. Gebäude des Marktplatzes sind ein Beispiel für mittelalterliche Architektur. Bis 1795 stand auf dem Marktplatz ein Rathaus, brannte aber aus und wurde nie wiederaufgebaut.
Im Bürgerhaus aus dem 17. Jh., das den Brand überstanden hat, „Dom na Dołkach” genannt, befindet sich das Regionalmuseum. Der Sitz der Gemeindeverwaltung ist das Gutshofgebäude des ehemaligen Franziskanerklosters. Wegen der erhaltenen mittelalterlichen Bebauung der Stadt, wurde Stary Sącz im Jahr 1954 als das städtische Schutzgebiet anerkannt. In Stary Sącz befindet sich das Klarissenkloster, gegründet von Herzogin Kinga, Ehefrau von Boleslaus den Keuschen. Die Herzogin trat nach dem Tod ihres Mannes 1279 dem Kloster bei. Diesem Kloster ist auch die Königin Jadwiga, Ehefrau von Władysław Łokietek und Mutter von Kasimir der Große, die 1339 starb, beigetreten. In der Bibliothek des Klosters sind kostbare Musikhandschriften aus dem 13. Jh., die über sehr hohes Maß an damaliger Musikkultur der Region bezeugen, erhalten. 1683 schenkte Jan III Sobieski den Klarissinnen das den Türken weggenommenen Banner, das bis heute im Kloster aufbewahrt wird. Die Klosterkirche ist die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit und der Heiligen Klara. Das Innere der Kirche ist mit barocken Wandmalereien, die das Leben der Gründerin des Ordens darstellen, verziert. Das wertvollste Denkmal in der Kirche ist die Kanzel aus 1671 in der Form des Baumes von Jesse. Die Kirchenorgel hat zwei Klaviaturen: eine in dem für Laien bestimmten Teil der Kirche für den nicht geistlichen Organisten und die zweite in dem geschlossenen Teil für die Ordensschwester. 2003 wurde in der Kirche der älteste polnische Clavichord, gebaut in Krakau im 17. Jh. identifiziert. In Stary Sącz ist der katholische Priester und Professor Józef Tischner geboren.

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